Bali – Willkommen im Paradies! Ja. OK, mit klitzekleinen Hindernissen. Aber dann!
1. Abend Ankunft in Sanur/Hotel
Abends um 21.00 landen wir in Bali. Eigentlich sollten wir abgeholt werden. Kein Fahrer da. Unter der Notrufnummer – kein Anschluss. Ein bisschen googeln, dann haben wir endlich jemanden am Apparat. 22:30 steigen wir dann ins Auto Richtung Hotel.
Das Hotel ist richtig kuschelig klein und einfach. Im 1. Zimmer schlägt uns eine BASF-Chemiewolke entgegen. Keine Chance. Hier überleben weder Ungeziefer – noch wir. Also auf zur Reception: Neues Zimmer. Hier funktioniert die Klimaanlage nicht. Zimmer No.3 passt. Alles gut.
Mittlerweile halb zwölf knurrt der Magen. Nur KFC hat noch auf. Also, kurz um die Ecke, eine Kleinigkeit essen und dann ab ins Bett.
2. Tag Sanur Strand und Power-Relaxing
9.00 Uhr. Relativ spät stehen wir auf. Kurz fertig machen und zum Frühstück. Einfach. Lecker. Danach packen wir Handtücher ein und gehen zum Strand. Unglaublich, wie viele Roller hier unterwegs sind. Verkehrschaos und ein Wunder, dass es nicht dauernd Unfälle gibt.
Der Strand ist ein Traum. Wir baden eine Runde. Treffen noch Made, einen Balineser, der in Kaiserslautern wohnt und auch Urlaub macht. Danach gehen wir am Strand bummeln, essen fantastisch in einer kleinen Strandbar und lassen uns am Strand massieren. Strike!
Dann noch einmal im Meer baden und ab ins Hotel. Duschen. Dann ist das Treffen unserer Gruppe mit der wir die nächsten 7 Tage Bali erkunden. Unser Tour-CEO „Hans“ ist super. Wir gehen noch in ein lecker Restaurant. Am kommenden Tag ist 8:30 Abreise:
3. Tag Sanur /Reisfelder/Tempel & Wasserfall
Der Bus fährt pünktlich los. Unser Ladekabel bleibt im Hotel. Vergessen…
Der 1. Halt ist nach eine schwindelerregenden Fahrt in den Reisfeldern. Ein sagenhafter Ausblick. Hier gehen wir eine halbe Stunde spazieren bevor wir wieder in den Bus steigen: auf zum Tempel.
Da gerade Feiertag ist, werden noch Tänze aufgeführt. Es ist schon beeindruckend, wie sehr die Balinesen ihre Götter verehren. (95% Hindus, wobei der Rest Indonesiens (250 Mio Einwohner, 300 Sprachen, 17.000 Inseln!) muslimisch geprägt ist. Zwischendurch ein gigantischer Platzregen. Wir sind alle nass bis auf die Haut. Dann geht es weiter in Richtung Hotel.
Abstecher bei einem fantastischen Wasserfall, den wir nach 20 Minuten Fussmarsch erreichen. Dann zum Hotel: ein Traum!! Der Blick ist unvergleichlich. Das Hotel an sich sehr einfach aber super sauber.
Abendessen im Hotel. Auch dieses sehr sehr gut. Dann noch eine Stunde mit den anderen Geschichten erzählen. Dann geht es ins Bett.
4. Tag Munduk & Kitamani Heisse Quellen & Schulprojekt
Start war heute zur christlichen Zeit: 8.30 Uhr Abfahrt ist schon fast ein Luxus. Die Strassen sind in den Bergen fast wie in den Serpentinen – da kann es einem schon einmal ein bisschen flau im Magen werden.
Den 1. Stop haben wir bei heissen Schwefel-Quellen, in denen wir natürlich eine Runde baden. Schön kuschelig warm!! Danach geht es weiter – wieder durch die balinesischen Serpentinen. Halt ist an einem Schul-Projekt. Hier wird Obst- und Gemüse angebaut und den Kindern englisch bei gebracht. Darüber hinaus gibt es Tanz- und Musikunterricht.
Nach einer Kokosnussmilch in Original-Verpackung gibt es ein kleines aber ganz tolles indonesisches Buffet mit Obst zum Abschluss. Danach beginnt für die Kids der Englisch-Unterricht. Wir sind auf einmal alle mittendrin – als Aushilfslehrer. Macht einen Spaß mit den Kurzen zu üben.
Danach ist umziehen angesagt – Sarong an. Im Tempel nebenan bekommen wir eine Vorführung der Musik-Schüler. Danach lernen wir gemeinsam mit den Kids tanzen. O.K. Wir tun wenigstens so. (Einige zumindest)
Um 16.00 geht dann die Fahrt in unser nächstes Hotel, dass wir auch gegen 18.00 erreichen. Ein traumhafter Blick auf den größten Bergsee! Die Zimmer wieder einfach und zweckmäßig. Schön wäre es, wenn das Wasser etwas länger warm bliebe. Aber das musste Kim heute aushalten.
Jetzt geht es zum Essen. Die Nacht wird sehr kurz. 3.00 geht die Wanderung in die Berge los! We stay tuned.
5. Tag Munduk Vulkan /Ubud Bergsteigen, Disabled People Fundation
3.00 Wecker klingelt. Wir würden ja gerne noch 5 Stunden liegen bleiben… Nützt nix – der Berg ruft. 3.30 Uhr geht es los. Die Truppe ist noch ziemlich verschlafen. Draussen ist es kalt. Erst fahren wir eine halbe Stunde zum Startpunkt. Von da an geht es dann über einen Trampelpfad steil nach oben. Es ist stockdunkel. Mit unseren Taschenlampen funzeln wir uns zwar Licht, trotzdem tricky! Alle 45 Minuten kleine Pause. Wasser & kurz verschnaufen. Hatten wir gedacht, dass es kalt ist? Das Wasser läuft uns am Rücken runter. Endlich am Gipfel angekommen gibt es einen kleinen Snack. Sandwich & einen Kaffee. Das hilft.
Langsam geht die Sonne auf. Ein sensationeller Anblick. Unvergesslich. Doch Bilder sagen mehr als tausend Worte:
Danach noch eine kurze Inspektion der heissen Quellen, die aus dem Vulkan dampfen. Hier kochen die Scouts Eier. Nice! Leider haben wir zwei Mädel verloren. Agnes und Sarah sind verschwunden. Unser Scout „übergibt“ unsere Gruppe sichtlich ungern an einen anderen Führer der uns nach unten bringen soll. Unserer geht auf die Suche nach den beiden Mädels. Wir anderen dackeln los.
Der Rückweg ist zwar ein anderer – aber nicht weniger anspruchsvoll. Der Lava-Staub ist extrem glatt. Zwischendurch immer wieder sensationelle Ausblicke. Nach zwei Stunden kommen wir endlich unten an. Geschafft!
Gute Nachricht: unsere verlorenen Hühner sind gefunden worden. Alles gut.
Jetzt schnell zurück ins Hotel. Wir hinken dem Zeitplan hinterher. Beim großen Frühstück können wir noch einmal den traumhaften Blick auf unseren gerade bestiegenen Vulkan geniessen.
Dann schnell unter die Dusche, auschecken, weiter geht es. Über die Serpentinen zurück ins Flachland. Ein kurzer Zwischenstop bei einer Kaffeeplantage. Unter anderem wird hier der berühmte „Luwak-Kaffee verkauft: Katzen (die eigentlich eher aussehen wie große Frettchen) fressen die Kaffeebohnen (diese werden aber nicht gekaut, sondern ganz gefressen) und scheiden sie – immer noch ganz – wieder aus. Danach werden die Bohnen gesäubert und geröstet und zu Kaffee verarbeitet. Ein Kilo kostet selbst hier 300.- Euro. (Hat einer ne Ahnung was der in Deutschland kostet??) Wir probieren eine Tasse. Auf jeden Fall schmeckt er wirklich sehr gut.
Abfahrt. Jetzt fahren wir in eine Foundation, in der schwerbehinderte Leben und Arbeiten. Der Glaube der Balinesen sagt, dass behinderte Menschen Unheil anziehen, deshalb werden sie hier noch viel mehr ausgegrenzt als z.B. bei uns in Deutschland. Wir werden fürstlich bekocht und bekommen ausführliche Informationen zur Foundation. Danach machen wir uns auf den Weg in unser nächstes Hotel. Dieses liegt direkt am Monkey Forrest. Es sind immer etliche Affen um uns herum. Nichts liegen lassen! Die klauen alles! Zwei Stunden freie Zeit – danach gehen wir alles etwas Essen. Da alle seit 3 Uhr wach sind geht es früh ins Bett.
6. Tag Ubud
Nix! Gar nix haben wir heute auf dem Plan. Man mag es kaum glauben. Wir bummeln morgens ein bisschen durch Ubud. Danach Massage – eine Stunde für 10 Euro – und das ist teuer, weil es im Hotel ist. Danach chillen am Pool und ich muss mich halt mal wieder hinsetzen und den Blog schreiben. Ist doch komplizierter und viel aufwendiger als gedacht. Wir haben kaum vernünftiges WiFi. Bilder hochladen ist ein Akt. Die Rechtschreibfehler korrigieren wir übrigens nicht mehr. Da wir alles mit iPhone und iPad schreiben ist das unglaublich zeitaufwendig. Also: müsst ihr die wohl in Kauf nehmen. Im Bali-Blog geht es noch weiter. Morgen – oder übermorgen. Muss jetzt dringend in den Pool. Man soll es ja nicht übertreiben. 🙂
Abends waren wir noch eine Runde im Ort spazieren. Der Verkehr ist ein Hammer!
Leider ging die Kreditkarte auf einmal nicht mehr. Weder in Geschäften, noch am Geldautomaten. Grrrr. Versuch die Bank anzurufen scheitert – kein gescheites Netz. Also erst einmal auf kleinem Fuss leben. Das Restaurant, das wir uns ausgesucht hatten sieht kuschelig aus. Leider eine Stunde aufs Essen warte – das ist auch noch dooof. Meins lasse ich zurückgehen. Sieht aus, als ob sie einige Lava-Steine auf meinen Teller gelegt haben. Sollte wohl Chicken sein… 🙂
Nachts noch mit der Bank wegen der Kreditkarte telefoniert. Sie haben diese gesperrt. Wäre ja toll, wenn man davon mal informiert wird…. O.K. Jetzt ist sie wieder frei geschaltet. Läuft wieder.
7. Tag Ubud – Candidasa Tempel
Um 10.00 Uhr ist Abfahrt mit Endziel Candidasa. Abstecher zum größten Tempel auf Bali und danach gibt es Lunch in einem wunderschön gelegenen Restaurant. Hört sich nicht aufregend an, war es auch nicht. 🙂
Trotzdem sind wir kaputt, als wir in Candidasa im neuen Hotel ankommen.
Auch dieses wieder sehr schön und liebevoll eingerichtet aber doch in die Jahre gekommen und einfach. Es ist mittlerweile doch wieder 17.30. Abends noch Essen mit balinesichem Volkstanz. Adam macht eine tolle Figur:
Dann geht es auch schon ins Bett.
8. Tag Candidasa.
7.30 Uhr aufstehen und Frühstücken. Um 9.00 fahren wir zum schnorcheln in die blaue Lagune. Nach einer halben Stunde Bootsfahrt sind wir – mit vielen anderen Booten – da. Die Unterwasserwelt ist traumhaft schön. Schillernd. Bunt. Toll.
Man kann aber auch nicht verhehlen, dass im Meer extrem viel Müll und Plastik schwimmt. Wobei es auf Bali grundsätzlich ziemlich dreckig ist. Sehr viel Müll, der auf den Strassen oder im Wald liegt. Schade. Hier müssen die wirklich etwas tun. Fazit: Das Land und die Menschen hier sind ein Traum. Wundervoll. Jetzt noch einmal durchwischen. Dann passts. 🙂
Jetzt liegen wir am Pool. Powerrelaxing. Danach geht es noch zum Abschiedsessen unserer Gruppe. Morgen zerstreut sich die buntgemixte Truppe in alle Himmelsrichtungen. War eine tolle Zeit mit Adam, Sarah & Emma aus England, Mathew aus Paris, Hanah und Patrick aus Österreich, Nina & Giantana aus der Schweiz, Liu aus Australien und Agnes aus Kanada.
Und natürlich unser Scout „Hans.“
9. & 10. Tag Candidasa
Es wird nur relaxt, gebummelt und gegessen. Die nächste Reise schon einmal durchgeplant. Hier gibt es mal wieder Probleme. Wir können nicht Online einchecken. Angeblich müssen wir umbuchen. Online erreichen wir nichts. Telefonisch ist natürlich keiner zu erreichen. Müssen wir halt am Flughafen checken. Jetzt können wir eh nix verrichten.
Zwischendurch dann noch mal eine Massage. Ist auch schon das Ende nah. Schade Bali. War sehr schön hier! Aber wir freuen uns auch schon auf den australischen Busch. Darwin: duck dich – wir kommen.