Schlafen. Essen. Sport. Essen. Pool. Strandspaziergang. Essen. Schlafen.
Das alles x6. Fertig ist der Cuba-Blog. Wünschen euch eine tolle Zeit. Toll, dass ihr alles mitverfolgt habt! 🙂
Na gut. Ein bisschen noch. Aber wirklich nicht viel:
Nach der Landung in Havana schlägt uns erst einmal 100 % Luftfeuchtigkeit bei knackigen 36 Grad entgegen. Die sollen uns auch die kommenden Tage begleiten. Zusammenfassend: Echt warm hier! Am Gepäckband herrscht Cubanische Gemütlichkeit. Dauert halt ein bisschen länger. Macht nix. Nur keine Hektik! Dafür geht die Pass- und Zollkontrolle (falls man das so nennen kann…) um so schneller. Nach nur eineinhalb Stunden sind wir „draussen“. Wie immer erst einmal auf der Suche nach einem Geldautomaten und auf der Suche nach einem Transportmittel nach Varadero – immerhin eine zweistündige Fahrt. Laut Vorrecherche kostet diese um die 120 CuC ( Cubanische Touristenwährung – gleichzusetzen mit dem US $). Wir finden ein Taxi für 90. Passt!
Zumal wir uns die Fahrt noch mit Natalie teilen (wir haben sie auf dem Flug kennengelernt) sie muss zwar in ein anderes Hotel – aber die Richtung stimmt. Super! Lemay – unser Taxifahrer ist genial. Hält unterwegs noch an der Havana-Club-Fabrik an, kauft Getränke und erzählt uns eine Menge über Cuba. Sein Renault 19 – Baujahr 1999 kostet hier unglaubliche 30.000 CuC = Dollar = 28.000 Euro. Das Vieh kriegst du bei uns geschenkt! Ein Polizist verdient etwa 40 CuC – im Monat, ein Arzt 50…
Eine echt tolle und aufschlussreiche Fahrt!
Unser Hotel ist riesig.
Verglichen mit unseren kleinen Privatpensionen und Hostels der letzten Wochen eine völlig andere Welt. All-INCLUSIVE. Unser Zimmer ist eine Wucht.
Der Blick ist unglaublich!
Essen gibt es viel und reichlich. Qualität ist völlig O.K. Das Publikum ist nicht sehr gemischt. Denke, dass wir 20% Engländer, 5% Spanier und 75% (Ost-)Deutsche im Hotel haben. (Anm. der Redaktion: Ob die noch nicht wissen, dass sie jetzt auch woanders hinfahren dürfen…?) O.k. Böse aber köstlich! Wenn „Vatti“ dann ma Schnaps zum Magen aufräumen bestellt – damits hinten nicht so brennt… Themenwechsel!
Einmal fahren wir mit dem Hop-on-Hop-of Bus durch Varadero. Ausser Hotels gibt es aber nicht viel. Einkaufen = Nippes und Schnippes. Unterwegs quatschen wir Didier an. Er hat einen alten Ford.
Wir lassen uns von ihm erst auf einen Markt, dann durch die Abenddämmerung ins Hotel bringen. Noch so ein Job, den ich haben will!
Geil.
Dann geht es noch einmal raus zum schnorcheln. Sehr große Fische, die sehr eng um dich rum schwimmen. Da wirds dann schonmal unheimlich – aber hat was! Zwar lange nicht die Vielfalt und Farbenpracht wie auf den Fijis – aber absolut sehenswert!
Wir gehen jeden morgen eine Stunde ins Fitnessstudio (besonders der alte Mann muss die „USA-Burger-Diät“ wieder von den Rippen, äh Hüften kriegen) , sind am Pool oder am Strand
und gehen jeden Tag eine Stunde am Meer spazieren. Nebenbei versuchen wir die letzten Wochen noch einmal Revue passieren zu lassen – und uns langsam wieder auf die Heimat einzuschwören.
Schon nach dem zweiten Tag „ALL-INCL“ freuen wir uns aber „mal so richtig“ auf unser sweet Home in Pattensen. In den letzten Wochen haben wir durch das extrem straffe Programm wirklich nicht eine Minute Zeit gehabt über irgendetwas länger nachzudenken oder etwas zu vermissen. Jede Stunde musste so sinnvoll wie möglich eingesetzt werden. Jetzt nicht mehr = Heimweh.
Die Tage sind natürlich wieder ruck-zuck rum. Dann ist auch schon der letzte Abend. Der wird dann einmal sehr edel im Spezialitätenrestaurant des Hotels. Mit Geigern und so! Ein schöner Abschluss.
Und jetzt ist es glaube ich auch an der Zeit um das Fazit einer wirklich großen Reise zu ziehen, das nicht wirklich überraschend ist:
EINMALIG!
Wir werden sicherlich noch Monate brauchen um die vielen Länder, Mentalitäten, Eindrücke, Bilder und tollen Menschen die wir kennenlernen durften wirklich zu verarbeiten. Vielleicht schaffen wir es auch nie richtig, weil es einfach „sooo viel“ in „sooo kurzer“ Zeit war? Wer weiß.
Wobei dieser Blog – so sehr er mir auch teilweise auf den Sack ging – schon eine tolle Form ist um wenigstens einen kleinen Teil unseres verlängerten Wochenendes bewusst Revue passieren zu lassen.
Wir sagen Danke! An alle, die uns aus der Heimat so intensiv begleitet und unseren kleinen Blog* so toll kommentiert haben. An alle, die uns geholfen haben: Scouts, Hotel- und Restaurantangestellte, Bus- Taxi- und Uber-Fahrer und und und und…
Besonders natürlich an Yvonne, ohne deren Rückendeckung, Back-up und doch einigen Hilfseinsätzen alles gar nicht stattgefunden hätte.
Venacka!
Und zum Schluss noch etwas, was wir auf dieser Reise definitiv gelernt haben: wenn es mal nicht so läuft wie ihr dachtet: denkt einfach anders, oder stellt um auf Fiji-Time:
Don’t Worry. No Hurry.
Hilft!
Eure Kim & Dom
PS: Die bisher am häufigsten gestellte Frage:
Wie kommt ihr eigentlich zusammen aus?
Antwort:
Ich reise alleine zurück!
🙂 Nein. Komischerweise nicht. Wir können es auch noch nicht wirklich glauben, aber durchgehend super. Trotz, dass wir wirklich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und teilweise sehr beengt (oder ArXXX an ArXXX) zusammen verbracht haben und einige – z.B. die Abreise – wirklich grenzwertige Situationen hatten gab nicht einen Moment, in dem man sich an die Gurgel gehen wollte oder mal für eine Stunde „um den Block“ gehen musste. Gefetzt haben wir uns nicht einmal.
(Anm. der Redaktion: Wir würden jetzt aber auch nicht noch einmal 9 Wochen dranhängen!)
PPS: Antwort auf die 2. häufigste Frage:
Wo war es am schönsten?
Sorry, die Antwort jibbet es nich. Wir können Hongkong nicht mit Südafrika, Tokyo nicht mit Bali und Neuseeland nicht mit den USA oder Cuba vergleichen. Was wir aber empfehlen können: Schaut’s euch an!
*Es gibt auf jeden Fall noch einmal einen „Statistik-Nachtrag“. Besuchte Ziele, Flugstunden, Wartezeiten an den Flughäfen, besuchte Hotels etc…
Fragen? Einfach stellen. Wir packen die Antworten mit ins Fazit!